Ein Recruiting-Video kostet Geld. Eine unbesetzte Stelle kostet mehr — jeden einzelnen Tag. Die Frage ist nicht, ob Sie sich Bewegtbild leisten können, sondern wie lange Sie sich den leeren Schreibtisch noch leisten wollen.
Im Industriegürtel zwischen Mannheim, Heidelberg und Walldorf steht in fast jeder Halle derselbe Stuhl leer. Ein mittelständischer Zulieferer aus dem Rhein-Neckar-Kreis sucht seit Monaten einen Meister, schaltet Anzeige um Anzeige — und bekommt Bewerbungen von Leuten, die den Betrieb nie gesehen haben. Was fehlt, ist nicht die Reichweite. Was fehlt, ist der erste Eindruck, der zeigt, wie es sich anfühlt, hier zu arbeiten. Genau den liefert eine Stellenanzeige nie und ein gutes Recruiting-Video in neunzig Sekunden.
Stellen konnten 2023 in Deutschland nicht besetzt werden — Rekordwert des Fachkräftemangels.
Wertschöpfung verliert die deutsche Wirtschaft dadurch 2024 — bis 2027 drohen 74 Milliarden.
dauert es im Schnitt, bis eine offene Stelle wieder besetzt ist — bei Fachkräften eher 173.
Quellen: [IW Köln](https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/alexander-burstedde-galina-kolev-schaefer-wirtschaft-verliert-49-milliarden-euro.html) (2024) · [headfound.com / Bundesagentur für Arbeit](https://www.headfound.com/blog/kosten-unbesetzte-stelle) (2025).
Was kostet ein Recruiting-Video — und was kostet die leere Stelle daneben?
Erst die ehrliche Zahl, dann der Vergleich. Ein professionell produziertes Recruiting-Video liegt 2026 marktüblich zwischen 1.500 und 9.000 Euro; für den Mittelstand mit Anspruch pendelt sich das Budget bei 4.000 bis 9.000 Euro ein. Der größte Kostentreiber ist der Drehtag — eine Zwei-Personen-Crew mit Kamera, Licht und Ton kostet 1.500 bis 3.500 Euro, dazu kommen Konzept, Schnitt und die Formate für Website, LinkedIn und Karriereseite. Wer die Preislogik dahinter verstehen will, findet in unserem Beitrag zu den Imagefilm-Kosten 2026 die passende Einordnung — Recruiting-Video und Imagefilm folgen denselben Regeln. Foto, Film und Strategie aus einer Hand hält dabei die Zahl der Schnittstellen niedrig — und damit den Preis.
Quelle: [rislinger.de](https://rislinger.de/blog/videoproduktion-kosten) (2026).
Dem gegenüber steht die Stellenanzeige. Eine StepStone-Anzeige im Paket „Pro” kostet 1.449 Euro netto für 30 Tage Laufzeit, die Pakete „Pro Plus” bis „Pro Ultimate” liegen zwischen 1.749 und 2.499 Euro. Klingt zunächst günstiger als das Video — bis man weiterrechnet. Denn die Anzeige verschwindet nach Ablauf der Laufzeit. Bleibt die Stelle offen, schaltet man neu. Und wieder. Und wieder.
Quellen: [personalturm.de](https://www.personalturm.de/blog/stepstone-kosten) (2026) · [gohiring.com](https://gohiring.com/blog/cost-per-hire/) (2025) · [rislinger.de](https://rislinger.de/blog/videoproduktion-kosten) (2026).
Quelle: [gohiring.com](https://gohiring.com/blog/cost-per-hire/) (2025).
Warum sich das Video gegen jede Anzeige rechnet
Der teuerste Posten steht in keinem Angebot: die Zeit. Im Schnitt dauert es rund 160 Tage, bis eine offene Stelle wieder besetzt ist, bei Fachkräften eher 173 Tage. Als Faustregel gilt: Ab etwa 120 Tagen Leerstand übersteigen die Kosten der unbesetzten Stelle bereits ein volles Bruttojahresgehalt. Entgangene Aufträge, Überstunden im Team, verschobene Projekte — das steht auf keiner Rechnung und trifft die Marge trotzdem. Jeder Tag, den ein Video die Besetzung beschleunigt, zahlt hier doppelt zurück.
Quelle: [headfound.com / Bundesagentur für Arbeit](https://www.headfound.com/blog/kosten-unbesetzte-stelle) (2025).
Und das Video kann mehr als nur den ersten Eindruck. Ein Drehtag liefert nicht einen Film, sondern ein ganzes Set: den 90-Sekünder für die Karriereseite, den vertikalen Cut für Instagram und TikTok, das Statement der Kollegen für LinkedIn, den Ausschnitt für genau die StepStone-Anzeige, die Sie ohnehin schalten. Wer glaubwürdig bleiben will, dreht mit echten Mitarbeitern statt mit Stockmaterial — warum echtes Bewegtbild gegen künstlich Erzeugtes gewinnt, zeigt unser Beitrag zu echter Markenfotografie gegen KI. So wird aus einer einmaligen Investition eine Kampagne, die zwölf Monate lang für Sie wirbt.
Fazit
Was kostet ein Recruiting-Video? Zwischen 1.500 und 9.000 Euro — einmal. Was kostet der Fachkräftemangel? 49 Milliarden Euro im Jahr, rund 160 Tage pro Stelle, ein volles Bruttojahresgehalt ab Tag 120. Die Anzeige mietet Aufmerksamkeit für 30 Tage. Das Video baut sie auf und behält sie. Für den Mittelstand im Rhein-Neckar-Raum ist das längst keine Kostenfrage mehr, sondern eine Rechenaufgabe mit klarer Lösung.
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